Verkehrskontrolle, Blitzer, Raser und wie sie alle heißen

TomTom Skandal. Na hurra, ich kriege schon wieder das Kotzen. Das Thema „Straßenverkehr“ zum dritten und hoffentlich letzten mal. Dass „Raser“ nicht das Problem sind, habe ich an einer anderen Stelle auf dieser Seite bereits hinreichend erläutert. Jetzt bestätigt die Firma TomTom mein waghalsigen Behauptungen von vor ein paar Jahren.

Eigentlich sind die gar nicht so waghalsig, sondern völlig logisch und schlüssig, wenn man sich das einmal anschaut. Hier wird häufig geblitzt. Hier in Duisburg. Direkt um die Ecke ist eine Grundschule, ein paar hundert Meter weiter ein Kindergarten. 30km/h, von 6-20 Uhr. Bisschen weiträumig, denn kein Kind geht um 6 zur Schule oder kommt um 19 Uhr aus der Schule, aber okay. Kann ich nachvollziehen, sicher ist sicher.

Ich habe an der Stelle, wo so einige Leute recht flott durch fahren, allerdings noch nie die Polizei stehen sehen. Die Stelle verleitet nicht dazu, schnell zu fahren. Ist zwar eine gerade Strecke, aber man sieht deutlich die Schule und die Wohngebiete. Einige parkende Autos, Büsche, etc. – ist nicht wirklich schlau, da durch zu brettern, es sei denn man will wirklich mal ein Kind plattfahren.

Warum steht da keine Polizei? Weil die „Raser“ (und das sind zur Abwechslung mal die wirklichen Raser, die eine fette Geldstrafe und/oder Führerscheinentzug verdient hätten) da nicht frequent genug durchfahren.

Wo blitzen sie stattdessen? A52. Gerade Strecke Stadtautobahn, wo zwischen 22 und 6 Uhr 80 km/h gilt, aus Lärmschutzgründen. Wann? 22:15 Uhr. Da kann man ruhig schonmal seinen Führerschein verlieren, weil man die Uhrzeit vergessen hat. Völlig sinnfrei. Wo blitzen wir noch? Achja, in Tunneln. Spitzenidee. Von rechts und links kann nichts kommen, die Stelle verleitet also zum schnelleren Fahren. Auch sehr sinnvoll, dort seinen Führerschein zu verlieren.

Landstraßen. Nicht vor, hinter oder in Kurven… Nein… Gerade, übersichtliche Strecke, wo es sicher ist, schnell(er) zu fahren. Der handelsübliche Autofahrer, auch wenn es im deutschen Straßenverkehr von Vollidioten nur so wimmelt, hat immer noch seinen Selbsterhaltungstrieb, und keiner möchte gerne wen anders platt fahren oder einen Unfall verursachen. Aus diesem Grunde fahren Leute meist nur dort schneller, wo’s möglich ist.

Und da blitzen die Vollidioten?! Warum nicht an Schulen? An Kindergärten? An unübersichtlichen Stellen? Weil da im sprichwörtlichen Sinne nicht genug „Geld auf der Straße liegt“. Ich habe diesen Scheiß so leid. Regel um der Regel Willen, nicht um den Sinn der Regel durchzusetzen. Wo leben wir überhaupt?!

Jedes mal, wenn in Tunneln oder sonstigen Stellen dieser Form geblitzt wird, sollte man eine Sichtblockade oder sonstige Protestaktion durchführen, um die Polizei aktiv an so einem Quatsch zu hindern und sie auf sinnvollere Aufgaben hinzuweisen.

Ich hab‘ da ’ne Liste:

  • Alkoholtests bei auffälligen Fahrern
  • Geldstrafen für Dauerlinksfahrer, Ausbremser, Mittelspurblockierer und sonstige Hilfs-Sheriffs
  • Geldstrafen für Leute, die bei Rückstau Seitenstraßen blockieren und keine Lücke lassen
  • Geldstrafen für Leute, die kreuz und quer parken, wenn ohnehin schon wenige Parkplätze bereitstehen
  • Pauschale Fahrzeug- undWohnungsdurchsuchung sowie Steuerprüfung bei jedem SL55 AMG Fahrer unter 25
  • Zivilstreife in Gegenden und Geschäften, wo es Auffälligkeiten jeglicher Art gegeben hat

…und so weiter und so fort. Es gibt zig sinnvollere Beschäftigungen anstatt Leuten die Kohle aus der Tasche zu ziehen, die völlig entspannt mit 70 durch einen Tunnel fahren, in dem zwar 50 erlaubt, aber ohne Probleme 100 gefahrlos möglich ist. Ich hab’s leid.

Am liebsten wären mir echt so’n paar von mir sonst so verhassten autonomen Steinewerfer, die ab sofort jede Geschwindigkeitskontrolle vehement blockieren, bis sich die Trottel eine Position ausgesucht haben, die tatsächlich der Verkehrssicherheit dient und nicht der Abzocke.

Ein Gedanke zu „Verkehrskontrolle, Blitzer, Raser und wie sie alle heißen“

  1. Das ist leider wirklich wahr u. wie „live“ aus dem Leben gegriffen. Bin heute in Essen an zwei breiten Hauptverkehrsstraßen entlang gefahren, an denen 0 Fußgänger oder im schlimmsten Fall 0 spielende Kinder oder ältere Leute unterwegs sind. Allerdings sind diese beiden Strecken an denen gefahrlos 70km/h gefahren werden könnte, aufgrund der hohen Autofrequenz und der stellenweisen langen Geradeausfahrt, bei den mobilen Blitzen sehr beliebt, da sie zum schnelleren Fahren mit mehr als 50km/h geradezu verführen. Fast jeder 2. Fahrer wird hier brutal abgelichtet. Ideal also, sich die Taschen mit Geld vollzustopfen und den Steuerzahler um sein Geld und im schlimmsten Fall um seinen Führerschein zu bringen. Ist doch egal, scheiss drauf! Auch wenn ggffls. der Job davon bei dem ein oder anderen davon abhängt. Diese Abzockerblitzerschweine stehen grundsätzlich wirklich nur da wo sie auch schnell Kohle machen können. Mit Verkehrssicherheit, Verkehrsüberwachung oder als gewerteter Sicherheitsappell der Vernunft an den Autofahrer hat das nichts mehr zu tun.
    Hier geht’s nur ums schnelle abkassieren und Taschen füllen, echt zum Kotzen diese Wegelagerei!

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