(Ba)Dumm trifft dümmer…

Badoo – aus reiner Vermarktungssicht müsste ich dieses Portal eigentlich bewundern, aber mir fällt’s gerade schwer, ein einziges gutes Haar an dieser „Community“ zu lassen. Irgendwann habe ich mal einen Überschwall an Mails von Menschen bekommen, die mich dazu eingeladen haben – alles Leute, die ich kannte – von daher dachte ich mir: „Bisschen klicken kann nicht schaden…“

Das Konzept:

Freemium. Portal ist umsonst, bis zu einem bestimmten Punkt. Möchte man aber „auffallen“ oder irgendwelche hilfreichen Informationen, Suchfunktionen, etc. nutzen – so zahlt man. Mikro-Beiträge. Deppenfangmethode Nummer eins. Was bei Call-In Shows funktioniert, muss im Internet schließlich auch funktionieren. „Willste der geilen Uschi schreiben, der schon 1.000 andere schreiben? Ihr Postfach ist überfüllt, aber für’n Eurofuffzich drücken wir’n Auge zu.“ – „Mach kla, Alta“, denkt sich Hakan und schreibt der blonden Jenny, die vermutlich sowieso ’ne Hure ist, die auf der Seite ihre Dienste verkauft.

Das Problem:

Badoo und der Umgang damit ist zu einfach. Das Apple-Konzept greift hier voll und ganz. Alles, was man braucht, ist ein Foto und ein Name… Einladen tun einen sowieso alle möglichen Idioten, weil sie, statt zu bezahlen, manche Dienste auch dadurch bekommen, dass sie ihr Hirn ausschalten und ihren Facebook Account oder ihr Google Konto mit Badoo verlinken, so dass Badoo fein das Adressbuch verseuchen und wahllos Leute anmailen kann.

Das Ergebnis

Ich habe nur knapp drei Minuten gebraucht, bis ich die Screenshots zusammen hatte. Die alleinerziehenden Muttis, die Huren, die Leute, die kein Deutsch können. Man muss es schwerer gestalten. Mit einem Captcha wären die meisten Vollpfosten schon überfordert. Aber so filtern wir ausschließlich nach wandelnden Penissen und Huren. Solchen, die’s wirklich beruflich machen und den kostenfreien Hobbyhuren, auf der Suche nach einem Vater für ihre Kinder, auch auf die Gefahr hin, dass man noch einen Vater und ein Kind auf die Liste hinzufügen muss.

Und einige zahlen auch noch Geld dafür. Es ist absolut faszinierend, wie man die Blöden zusammenführen kann. Ich hoffe, die stiften einen Haufen der eingenommenen Kohle an die AIDS-Hilfe.

Arbeitslos, alleinerziehend, spricht-nur-drei-Worte-Deutsch (und eins davon ist „ficken“) – oder, in anderen Worten: Herzlich willkommen bei Badoo :)

Update: Ein Hilight aus den Bildkommentaren… Aber eigentlich eher der Regelfall :)

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